|
Lexikon der Fachbegriffe |
|||
|
Hinweis: Wichtig! |
|||
|
A | B | C | D | E | F | G | H | I | J | K | L | M | N | O | P | Q | R | S | T | U | V | W | X | Y | Z |
|||
| . | |||
|
Adam-Stil |
nach Robert Adams (1728-l792); Architekt. |
||
|
Akanthusblätter |
distelartiges, oft eingerolltes Blattornament |
||
|
Altersbestimmung |
Man sieht auf technische und stilistische Merkmale: beide sollen zusammenpassen |
||
|
antik |
(lat.) alt |
||
|
Antiquitäten, |
Abgesehen von den Ausprägungen der verschiedenen Stile sind antike Möbel interessant, weil sie nie isolierte Einzelstücke waren, sondern Teil eines größeren Ganzen. Man kann Antiquitäten durch die Betrachtung der handwerklichen Details unterscheiden, wobei die einzelnen Stilperioden sich nicht eindeutig bei Beginn und Ende auf bestimmte Jahre festlegen lassen. Man übernahm Details der vorigen Epoche, man entwickelte Neues
- oft als Gegensatz zum Vorherigen - und es kam zu einer Hochblüte eines Stiles. So sind Zeitangaben eine Art Rahmen. Am Land wurde etwas, was sich bewährt hatte noch lange weitergeführt, in der Stadt jedoch suchte man schon wieder nach
Neuem (was sehr gut an Bauernmöbel zu beobachten ist). |
||
|
Antiquitätentischlerei |
VALTA! Seit 1950 |
||
|
aufgeleimte Zierstücke |
|||
|
Applike |
siehe: Applikationen |
||
|
Arabesken |
Rankenornament |
||
|
Holz reagiert auf den Wechsel von trockenem zu feuchtem Klima |
|||
|
Arkaden |
Säulen und Bögen an Möbelfronten |
||
|
Armlehne |
Stütze bei Sitzmöbel |
||
|
Art déco |
Stilrichtung zwischen den beiden Weltkriegen; |
|
|
|
(franz.) für Jugendstil |
|
||
|
Arte Joven |
(span.) für Jugendstil; |
|
|
|
Männliche Gestalt als Gebälkträger |
|||
|
[a troa kor] Tabernakelschrank; |
|
||
|
Aufsatzkommode |
Kommode mit zweitürigem, verglasten Aufsatz |
||
| Ausziehtisch | Tisch, der durch zusätzliche Einlegeplatten vergrößerbar ist | ||
|
stark gebauchte Säule, Docke |
|||
|
Bandintarsie |
linienförmige Einlegearbeit |
||
|
Barocco |
(portug.) schief, rund; eigentlich als Schmähung gemeint |
|
|
|
Kunstepoche von ca. 1600-1750 |
|
||
|
Base, Basis |
Säulenfuß, unterstes Teil einer Säule |
||
|
Bastionsfüllungen |
Füllungen bei Barockmöbel, die Draufsichten von Festungen nachempfinden |
|
|
|
Bauernmalerei |
...meist eine farbenprächtige Bemalung mit Jahreszahlen, Sinnsprüchen, Namen oder religiösen Sinnbildern; |
|
|
|
traditionelles, eigenständiges Mobiliar der Bauern, unter Verwendung regionaler Holzarten |
|
||
|
Bauhaus |
Gründung 1919 von Walter Gropius in Weimar. |
|
|
|
Bekrönungen, |
Abschluss oben an Kastenmöbel, zB.: vasenförmig |
||
|
Bergahorn |
siehe: Holzarten |
||
|
Bergere |
allseitig gepolsterter Fauteuil (ab ca.1730) |
||
|
Beschläge |
Metallteile, ursprünglich Konstruktionsteile, dann als Zierteile (= Appliken) |
||
|
Möbelstil, ca. von 1815 – 1848, der aus dem Empire heraus von Handwerkern entwickelt wurde, die eine Zeichenschule besuchen mussten, um zur Meisterprüfung zugelassen zu werden. Die Regierung war interessiert an handwerklicher und technischer Weiterentwicklung. Ein Besuch im Hofmobiliendepot in Wien, Andreasgasse, sei wärmstens empfohlen. |
|
||
|
Bimsstein |
Wird beim Politieren zum Füllen der Poren verwendet |
|
|
|
dichtes, hartes Holz; rotbraun. Gut zu schwärzen. |
|||
|
Blindholz |
Im Gegensatz zu Voll- oder Massivholz wird auf einem einfachen Trägerholz Furnier aufgeleimt. |
||
|
Bodenseeschrank |
charakteristischer Kastentyp, meist Kugelfüße, zweigeteilter Korpus, prismierte Kanten, vorgetäuschter Sockel, leicht gebaucht, massiv aus Kirsche oder Nuss. |
||
|
Böhmische Möbel |
besonders im 18. Jh.; typische österr. Einflüsse; leichte Bauchungen; etwas kantig; Nussbaum und Wurzelholzfurniere; verzinnte Eisenbeschläge |
||
|
Bonheur du Jour |
Damenschreibtisch mit Aufsatz |
||
|
Boulle, André-Charles |
(1642 - 1732); Berühmter Ebenist, (wahrscheinlich Schweizer) der um 1700 fast ausschließlich in Boulle Technik arbeitete (die aber schon im 16.Jahrhundert von italienischen Kunsthandwerkern erfunden wurde). Wurde mit 30 Jahren „Ébénist du Roi“. |
||
|
Boulle-Möbel |
Einlegearbeiten mit Metall, Schildpatt, Elfenbein und Holz. |
||
|
Brandmalerei |
Einbrennen von Mustern in Holz mit sehr heißen Eisen. |
||
|
Brauttruhe |
Hochzeitstruhe zur Aufbewahrung der Aussteuer |
||
|
vor allem im Rokoko beliebter Abschluss an Füßen von Kleinmöbel (siehe: Sabot) |
|
||
|
Brotkasten |
in vielen Gegenden Europas ein beliebter niedriger Kasten zur Aufbewahrung des Brotes. |
||
|
Bücherschrank |
zum Schutz der Bücher mit tw. geätzten Glasfüllungen |
||
|
Anrichte, Kredenz |
|
||
|
Bugholzmöbel |
von Michael Thonet um 1830 entwickelt. |
|
|
|
Bureau mazarin |
Schreibtisch, der erstmals nach innen Platz lässt für die Knie des
Benutzers; |
||
|
Schreibtisch mit ebener Schreibfläche und einer Reihe von Laden darunter; ab ca. 1760; (dt.: Diplomatenschreibtisch) |
|
||
|
Butzenscheiben |
kleine, runde, bleigefasste Glasscheiben, meist grün, mit erhöhter Mitte = Butze |
||
|
Cabriole-Leg |
Bocksfuß; häufig zu Ende des 17. Jhs. verwendet |
||
|
Canapé |
(Kanapee); sofaähnliches Sitzmöbel mit hoher Rückenlehne und Seitenlehnen |
||
|
Cassapanca |
Truhenbank |
||
|
Chaiselongue |
durch Vergrößerung der Sitzfläche des Stuhles entstandenes Ruhebett |
||
|
Pfeilerkommode; schmal und hoch, mit bis zu sieben Laden |
|||
|
engl. Möbelstil; benannt nach Thomas C. (1718 - 1779); “Gentleman and Cabinetmaker`s Director”: eine Sammlung von gezeichneten Möbelentwürfen. |
|||
|
Fußform |
|||
|
Cressent, Charles |
(1685-1768); Ebenist und Bildhauer. Die geschweifte Form der Unterkante von Kommoden (Armbrustform) geht auf ihn zurück |
||
|
Cupboard |
Geschirrschrank |
||
|
Danhauser, Josef |
Wien hatte um l816 ca. 900 Kunsttischler. Einer der wenigen bekannten, aber auch der Größte mit bis zu 100 Mitarbeitern, war J. Danhauser, der über 2500 Möbelentwürfe hinterlassen hat, die im Museum für angewandte Kunst (MAK) verwahrt sind. Er schuf feine und innovative, unaufdringliche Stücke. |
||
|
Danziger Schrank |
Norddeutscher Barockschrank |
||
|
Delphine |
typisch für das Biedermeier |
|
|
|
Diamantierung |
aufgeleimtes Zierstück in der Form geschliffener Diamanten |
||
| Diwan | gepolstertes Sitz- und Liegemöbel | ||
|
gedrehte Säule an Geländern; (auch: Baluster) |
|||
|
Dumb Waiter |
Stummer Diener; zwei- oder dreistöckiges Tischchen |
||
|
Ebenholz |
Sammelbegriff für dunkle und harte Exotenhölzer |
||
|
Ebenholztischler, Kunsttischler; |
|||
|
Schmuckleiste der Antike (Perlstab) |
|||
|
Einlegearbeiten |
Intarsien |
||
| Eklektizismus | (griechisch/neulateinisch), unschöpferisches Nachahmen; siehe Historismus | ||
|
Empire |
[o:pier] Architekturstil um 1805; Hauptmotive: Säulen, Urnen, Kronen (mit N = Napoleon), Girlanden, Lorbeer, Palmetten, Lyren, Löwen, Schwäne und Sphingen. |
|
|
| Encoignure | [onkonür]; niedriger Eckschrank; seit dem 18Jh. | ||
|
England |
Von schweren Krisen und Kriegen eher verschont, sowie durch den blühenden Handel mit den Kolonien in
Übersee, war eine breite Bevölkerungsschicht zu Wohlstand gekommen. Das Leben spielt sich vorwiegend auf dem Land ab. Nicht Prunkvolles zur-Schau-stellen, sondern gediegene Verarbeitung und edle Materialien zählen. |
||
|
Englische Züge |
spezielle Innenladenform |
||
| Erzherzog Johann | (20.1.1782 - 11.3.1859) In Florenz als 13. Kind des Großherzogs Leopold von Toskana (später als dt. Kaiser Leopold II.) und Maria Ludovica geboren. Neffe von Kaiserin Maria Theresia. Konzentriert sich später, nach mancherlei politischen Enttäuschungen, auf die Steiermark. Wird Bürgermeister von Stainz und führte laufend Neuerungen jeglicher Art ein. |
|
|
|
Etagère |
Gestell mit offenen Fächern |
||
|
Facette |
Glas oder Spiegel mit 2-3 cm breiten, schräg geschliffenen Kanten |
||
|
Faltstern |
Schwarzweiße, sternförmige Intarsie |
||
| Faltstuhl | auch: Scherenstuhl; Dieser Typ ist schon vom alten Ägypten her bekannt und war auch im alten Rom verbreitet. Der Stuhl tritt in der Zeit der Gotik und Renaissance wieder auf. Es gibt ihn immer mit oder ohne Rückenlehne (welche z.T. abgenommen werden konnte). Das nächste Mal kommt der Falt- oder Scherenstuhl im Historismus des 19.Jh. wieder in Mode. | ||
|
Faltwerk |
Ornament der Spätgotik; senkrecht gereihte Falten |
||
|
Fase, gefast |
abgeschrägte Kante, z.b. bei Gesimsen |
||
|
Fassung |
Vergoldung und Bemalung an Möbel |
||
| Fauteuil | (franz.); gepolstertes Sitzmöbel mit Armlehnen | ||
|
Laub-, Blumen-, oder Fruchtgirlande |
|||
|
Fiale |
schlankes, spitzes Türmchen der Gotik |
||
|
Fichtenholz |
für Bauernmöbel oder als Blindholz verwendet. |
||
|
Filet |
schräggestellte helle und dunkle Furnierstreifen |
||
|
Fischgrätenmuster |
gegenteilig schräg gestellte Furnierung |
||
|
Flachschnitt |
Reliefschnitzerei mit dem Geißfuß (Schnitzeisen) |
||
|
Flammleiste |
Rahmenzierleiste, profiliert und gewellt; 17. und 18. Jh |
||
| Flämisch-barock |
1579 war durch die Utrechter Union die politische Trennung der nördlichen
protestantisch-holländischen Niederlande von der flämischen
spanisch-katholischen endgültig geworden. Das drückte sich im Wohnstil der beiden Gebiete auch aus. Die flämischen Niederlande wendeten sich im 17. Jhd. zuerst dem Barock zu, richteten sich dann nach den französischen und spanischen Nachbarn. Die holländischen NL entwickelten einen eigenen nationalen Stil. (Möbelstilkunde - Renate Tolz - Heyne Bücher) |
||
| . | |||
|
Frankfurter Schrank |
Wellenschrank; zerlegbarer Barockkasten: wuchtiger Sockel und Kopfteil aus einem Stück, Rückwand ab dem 18.Jh im Rahmenbau möglich. |
||
|
French Polish |
als Schellackersatz werden andere Harze und Methylalkohol vermischt, mit dem Pinsel aufgetragen; ergibt aber einen unangenehmen harten Glanz. |
||
|
Fries |
waagrechter oder senkrechter Rahmenteil |
||
| Frisiertisch |
auch: Toilettetisch oder Poudreuse;
Ab dem Ende des 17. Jh. gab es Toilettentische. Sie boten Platz für ein Spiegelkästchen und diverse
Schminkutensilien. Ca. um 1750 wurde ein neuer Typus entwickelt, ähnlich wie ein Schreibtisch mit Laden, bei dem die geteilte Platte nach links und rechts hin zu öffnen war, aus der Mitte heraus war ein Spiegel hochzuklappen (Poudreuse). Man puderte sich das Gesicht und die Perücke. Auch Kratzbehelfe z. B. gab es, da es mit der Hygiene wie wir sie gewohnt sind noch lange nicht so weit war. Um ca. 1800, in der Empirezeit, heißt das Stück dann Frisiertisch. Gegen 1850 wird der Spiegel (auch dreiteilig) fest mit der Tischplatte verbunden. So ähnlich bleibt es bis etwa zur Mitte des 20. Jh. üblich, und wird großteils durch das Badezimmer(!) abgelöst. |
|
|
|
es gibt geschälte, gemesserte, sowie gesägte Furniere |
|||
|
Gallé, Emile |
(1846-1904); franz. Jugendstilkünstler (Einlegearbeiten). Gründer der "Schule von Nancy". Nicht nur Entwerfer von Glasprodukten, leitete auch Werkstätten in denen exklusive Möbel hergestellt wurden. Typisch für den gelernten Botaniker sind: Schmuckelemente aus der Tier- und Pflanzenwelt wie: Blattform, Schmetterling, Libelle u.s.w. |
||
|
Gateleg-Table |
Klapptisch mit ausdrehbaren Beinen (England) |
||
|
Winkel mit 45° |
|||
|
Geißfuß |
Schnitzeisen |
||
|
Geißfüße |
Möbelfuß des Rokoko, meist in einem Huf endend |
||
|
Gesims |
meist profilierter oder gefaster Kopfabschluß bei Möbeln |
||
|
Giebel |
Dachabschluss bei Kästen |
||
|
Girlanden |
|||
|
Globustischchen |
Biedermeier-Nähtisch. |
||
|
Gotik |
Stilepoche:1200-1500. |
||
|
Grotesken |
fratzenartige Schnitzerei |
||
|
Gründerjahre, Gründerzeit |
Am 10.5.1871 wird der Friedensvertrag zw. Deutschland und Frankreich im Salon des Hotels „Zum Schwan“ in Frankfurt/Main unterzeichnet. Dies ist der Beginn der sogenannten „Gründerjahre“. |
|
|
|
Guéridon |
hohes, rundes Tischchen in Form eines tabletttragenden Schwarzen |
||
|
Gurtgesims |
waagrechte profilierte Leisten zur Geschossgliederung |
||
| Gustavianischer Stil |
Die schwedische Form des Louis- Seize wird als Gustavianischer Stil bezeichnet. Der klassizistische Stil in der Architektur, im Design und dem Kunsthandwerk, im Schweden des Königs Gustav III, (1771- 1791) hat als direktes Vorbild einerseits die Antike, andererseits das Leben am Hofe König Ludwigs XVI. Als wichtige Möbelbauer treten G. A. Ditzinger, Georg Haupt, Gottlieb Iwersson und Erik Öhmark hervor. |
||
|
Halbsäule |
Säule, die nur halb oder dreiviertel aus dem Möbel hervortritt |
||
|
großer, zweitüriger Dielenschrank; dunkles Nussbaumholz, bekannt seit cirka 1680. |
|||
|
Hepplewhite |
George; in erster Linie Handwerker, entwickelt R. Adams Ideen weiter und veröffentlicht 1784 seine Entwürfe im „Cabinet Maker´s and Upholsterer`s Guide“. |
||
|
Herme |
tragende Halbfigur mit Pfeilersockel |
||
|
Hirnholz |
rechtwinkelig zur Faser geschnittenes Holz |
||
|
Epoche von ca. 1830-1900 |
|
||
|
Hochzeitstruhe |
Brauttruhe |
||
|
Hohlkehle |
rillenartige starke Vertiefung, z.b. bei Gesimsen |
||
|
Am einfachsten zu bekommen ist immer das, was vor der Haustüre wächst. In Nordwesteuropa die Eiche, Nussbaum in
Italien und Österreich. |
|||
|
Holzleim |
früher: Perlleim, Hautleim, Hasenleim, Fischleim; |
||
|
Holznagel |
zum Befestigen von Rückwänden, Ladenböden und sichern von Zargenteilen |
||
|
Holzwurm |
Larven des Käfers der Gattung Anobien |
|
|
| . | |||
| Horrix |
Ein Beispiel für die auch schon mit maschinellen Methoden hergestellte Möbelproduktion bietet die holländische Fabrik der Brüder Horrix, 1853 in Den Haag gegründet, mit bis zu 250 Arbeitern. Sie hinterließen das reichhaltige Fotoarchiv ihrer gesamten Produktion sowie ein Rechnungsbuch mit genauen Herstellungskosten für jedes Möbelstück. Ein extravaganter Typus stellte eine rustikale Serie dar, bei der das Flechtwerk knorriger Äste nachgeahmt wird. Erfunden hatte 1765 diese Art der englische Möbelbauer Robert Manwarring. |
|
|
|
Einlegearbeit in Massivholz, zum Unterschied von Marketerien |
|||
|
|
|||
|
Joseph II |
(1741-1790); Kaiser von Österreich |
||
|
ca. 1895-1910; franz: „Art nouveau“. |
|
||
|
Junggesellenkommode |
|||
|
Junigl, Georg |
Möbelfabrikant in Wien; 1822 Patent für Sprungfeder |
|
|
|
Kabinettschrank |
Prunkmöbel, entstanden im 16.Jh. |
||
|
Kanneliert |
längsgerillt |
||
|
Kapitell |
oberstes Teil einer Säule |
||
|
Karnies |
s-förmig profilierte Leiste |
||
|
Kartusche |
schildförmige Mittelfläche |
||
|
weibliche Stützfigur |
|||
|
Kehlung |
rillenartige Vertiefung |
||
|
Kerbschnitt, |
Schnitzart |
||
|
Schreibmöbel |
|
|
|
|
Der klassischen Antike nachempfundene Epoche um 1800. |
|
||
| Kleeblatt | Ornament; typisch für Genua, 18. Jahrhundert. | ||
|
Koffertruhe |
Truhe mit gewölbtem Deckel |
||
|
(franz.) bequem; kastenförmiges, halbhohes Möbelstück mit
Schubfächern (Laden). |
|
||
|
Konische Füße |
quadratisch, nach unten verjüngt |
||
|
konkav |
nach innen gewölbt |
||
|
Konsoltisch |
Wandtisch, oft halbrund |
||
|
Konvex |
nach außen gewölbt |
||
|
Kredenz |
Anrichte |
||
|
Krepierter Lack |
bezeichnet den nicht mehr restaurierbaren Zustand einer zerstörten Politurschicht |
||
|
Kreuzfuge |
geviertelte Furnierfläche |
||
|
Kröpfung |
mehrfache Winkel mit mehr oder weniger als 45°; im Gegensatz zur Gehrung |
||
|
Kubismus |
würfelförmige Objekte, entwickelt um 1910 |
||
|
Kugelfüße |
meist profiliert gedrechselte Möbelfüße |
||
|
Kunsttischlerei |
|||
|
Lambrequin |
bei Möbel: geschnitzte Behangborte |
||
|
Laufender Hund |
Mäander |
||
|
Linzer Reiterkasten |
typisches bemaltes Bauernmöbel mit in die Füllungen gemalten populären Personen zu Pferde; hat eine bewegte Sockelleiste, regelmäßiges Ornament und Blumendekor; ca. um 1800. |
||
|
Lippenrand |
kleine Profilleiste an Schubladenrändern |
||
|
Lisenen |
seitliche senkrechte Gliederung |
||
|
Louis XIV |
Louis-quatorze (=Barock) |
|
|
|
Louis XV |
Louis-quinze (=Rokoko) |
|
|
|
Louis XVI |
Louis-seize (=josef./klassizist.). |
|
|
|
Louis-Philippe |
ab ca. 1830 als Möbelstil: geschwungene und geschweifte Formen; |
||
| Lyra | typisches Biedermeier-Detail an Sessellehnen, Tischgestellen etc. | ||
|
Mäander |
Verzierungsband, rechtwinkelig gebrochen |
||
|
Maggiolini, Giuseppe |
(1738-1814) Berühmtester italienischer Intarsienkünstler des Klassizismus. Seine Möbel sind geprägt von der Reinheit der Linien und der Sorgfalt der Proportionen. |
||
|
Marburger Finkentruhe |
Um 1800 entstand eine regional klar bestimmbare Truhenart; ausgesägter Sockel, der seitlich je eine kleine Lade hat; reich intarsiert; vor allem Vogelmotive |
||
|
Maria Theresia |
(1717-1780); Kaiserin v. österreich; regiert von 1740-1780; ihr Vater war Karl VI. |
||
|
zusammengesetzte Furnierteile auf Blindholz geleimt |
|||
|
Maserung |
Zeichnung des Holzes |
||
|
Maßwerk |
gotisches Ornament aus Kreis und Bogen. |
||
|
Mattern, Carl M. |
(1705-1774); Würzburger Prunkmöbel-Tischler, prägte die Schreibschrank-Entwicklung. |
||
|
Medaillon |
ovaler Rahmen |
||
|
(franz.) einfacher Tischler |
|||
|
Meridienne |
ähnl. wie Recamiere, Liegemöbel |
||
|
Moderne, die |
20er bis 50er Jahre |
||
|
Muschel |
|||
|
Nähtischerl |
beliebtes Möbelstück des Biedermeier |
||
|
Nasenschrank |
siehe: Wellenschrank |
||
| Nazarener | künstlerische Richtung Anfang des 19. Jahrhunderts, die sich die Erneuerung der Kunst auf religiöser Grundlage zum Ziel setzte; Vertreter: L. Kupelwieser, J. E. Tunner, | ||
|
Nut, Nute |
längliche rechteckige Vertiefung |
||
| Nut und Feder | Holzverbindung |
|
|
|
Oeben, Jean-Francois |
(1720-1763); Deutscher, der nach Frankreich auswandert und in der Werkstatt des Enkels von
Andrée Charles Boulle
(= Charles Joseph Boulle) arbeitete; wurde nach dessen Tod „Ébéniste Du Roi“. |
||
|
Ohrenbackensessel |
spezielle Fauteuilform mit seitlichen Kopfstützen |
||
|
Zierbeschläge |
|||
| Ottomane | die, gepolstertes Liegemöbel mit ansteigendem Kopfteil | ||
|
Packerlfüße |
zweiteiliger, quadratischer Stollenfuß; unterer Teil etwas größer. |
||
|
Palmette |
stilisierte Palmblätter |
||
|
Paneele |
Füllungen |
||
|
Paravent |
Raumteiler |
||
|
Patina |
(lat.); das Wichtigste am alten Stück, Stichwort „plastische Patina“ |
||
|
Pembroke-Table |
englischer Tisch mit seitlich abklappbaren Platten; 64 cm hoch |
||
|
Zierleiste aus aneinanderliegenden Ovalen (Eierstab) |
|||
|
Pfeiler |
Eckige Stützen |
||
|
Pfeilerkommode |
Chiffonniere (schweiz.); schmal und hoch, mit bis zu sieben Laden |
||
|
Pilaster |
flacher Wandpfeiler |
||
|
Plastische Patina |
Bezeichnung für den Zustand einer nicht ganz ebenen, aber alten Oberfläche an Möbeln. Sollte, wenn es irgendwie möglich ist, auf jeden Fall erhalten bleiben. Spiegelglatte Flächen sollten nicht unbedingt angestrebt werden. |
||
|
Von der Tätigkeit des Restaurators nicht wegzudenken ist das Auftragen der Politur auf die fein geschliffene Oberfläche des Möbels. Die Politur bringt die Schönheit der mit Sorgfalt zusammengestellten Furniermaserung hervor. |
|||
|
Polygon |
vieleckig |
||
| Portoise & Fix | berühmte Wiener Möbelwerkstätte um 1900 |
|
|
| Postament | Sockel, Unterbau | ||
|
auch: Toilettetisch; Tischchen mit ausklappbaren Teilen; Spiegel; siehe: Frisiertisch |
|
||
|
Pressholz |
Schon in der Biedermeierzeit entwickelte man eine Technik, mit der man für Zierteile Holzmehl und Leim vermischt und in Formen presst. |
||
|
Betschrank / Betschemel |
|||
|
Prismierte Ecken |
abgeschrägte Kante |
||
|
Profil, profiliert... |
mit Profilhobel oder Drechselbank hergestellte Querschnitte an Gesimsen oder Kugelfüßen |
||
|
Psyche |
drehbarer Standspiegel |
||
|
Im Salon der schönen und geistvollen Dame Julie Recamier (1777-1849) trafen sich die Gegner von Napoleon I so lange, bis sie aus Paris verbannt wurden. Das Original des nach ihr gefertigten Liegesessels wurde um 1800 gefertigt. |
|
||
|
Relief |
erhabene Schnitzerei aus ebenem Grund gearbeitet |
||
|
Renaissance |
15. Jh. In vieler Hinsicht Vorbild der Gründerzeit |
|
|
|
Restaurieren |
Die drei Hauptprobleme mit denen man sich als
Antiquitätentischler/Möbelrestaurator auseinander setzen muss, sind
einerseits Risse oder viele andere Schadensarten, die durch das „Trocknen“,
„Schwinden“ oder „Arbeiten“ des Holzes
entstehen. |
||
|
asymmetrische, muschelförmige Schnitzereien |
|||
|
Roentgen |
1) Abraham, (1711-1793); |
|
|
|
(auch: Joncgeflecht genannt); typisch für Gründerzeit-Sessel |
|
||
|
(ca. 1720-1775) Die verfeinerte Weiterentwicklung des Barocks führte zum Rokoko. |
|
||
|
Rollbureau |
siehe: Zylinderschreibtisch |
||
|
Romanik |
ca. um 1000 n.Chr |
||
|
Rosetten |
runde, stilisierte Blüten |
||
|
Rößler, Johann M. |
(1791-1849); Bedeutender Untermünkheimer Schreinermeister, der Bauernmöbel mit einprägsamen eigenständigen Motiven bemalte |
||
| Sabot | Gegossene Metallteile an Möbelfüßen (siehe: Bronzeschuhe) | ||
|
Satztische |
ineinander verschiebbare Beistelltischchen |
||
|
siehe: Hamburger Schapp |
|||
|
Scharniere |
für bewegliche Teile; Zapfenband, Fitschband, Klavierband |
||
|
Schellack, Schellackpolitur |
eine Ausscheidung indischer Feigenbäume nach Anstechen durch die
Schildlaus; wird in Spiritus gelöst; langsame physikalische Trocknung. |
|
|
| Scherenstuhl | siehe: Faltstuhl | ||
|
Schildpatt |
Material für Einlegearbeiten; hergestellt aus dem Schildkrötenpanzer |
||
| . | |||
| Schilfblatt | Schilfblatt-Versprossung; Typisches Stilmerkmal des Biedermeiers an Sessel- und Sofarücklehen | ||
|
Schlagleiste |
verdeckt den Spalt bei zweitürigen Möbeln |
||
|
Schreibklappe |
aufklappbare Schreibplatte bei Sekretären oder Schreibkommoden |
||
|
kam im späten 18. Jh. auf. Die oberste Lade wird 2/3 herausgezogen, der Vorderteil heruntergeklappt. |
|||
|
kastenförmiger Schreibschrank |
|
||
|
Seine Entwicklung geht vom Kabinettschrank über das Bureau plat, den Tabernakelschrank, den Zylinderschreibschrank, den Sekretär usw. |
|
||
|
Schubladenschrank |
|||
|
Schwan |
typisch für das 19. Jahrhundert |
||
|
Schwarte |
ca. ab 3 mm dickes gesägtes Furnier |
||
|
Segmentgiebel |
Giebel in Form eines Kreisausschnittes. |
||
| Sekretär | wie Schreibsekretär: Schreibschrank | ||
|
Servante |
Regalgestell mit verspiegelter Rückwand, |
||
|
Sessel und Stühle |
Sitzen auf einem besonderen Stuhl, war ursprünglich ein Privileg der Anführer und der Fürsten. Die Untertanen standen oder saßen auf der bloßen Erde. |
||
|
Sezession |
lat. Trennung; Name von Künstlervereinigungen, die sich von der jeweils älteren trennten (z.B. "Wiener Sezession" ab 1897; = Jugendstil in österreich). |
||
|
Shaker |
ursprünglich eine religiöse Bewegung, die ab ca. 1750 für ihre Möbel, die geprägt waren von Einfachheit, Zweckmäßigkeit und Funktionalität, berühmt wurden. |
||
|
Sheraton, Thomas |
(1751-1806) Englischer Ebenist. Die Modelle in seinen verschiedenen Büchern betonen den Werkstoff Holz mit liebevoll gefügter Maserung |
||
|
Sofa |
das typische Biedermeiermöbel |
||
|
Sphinx, Sphingen |
Figur aus Löwenleib mit Menschen- oder Widderkopf. |
||
| Spiegel |
Die Geschichte des Spiegels ist alt: Schon gegen 8000 vor Chr. gab es in Mesopotamien polierte Bronzespiegel. Um 300 nach Chr. wurden im römischen Imperium Spiegel verwendet, aus mit Metall hinterlegtem Glas. Die ersten Glasspiegel wurden im 13. Jh in Murano (It) erfunden. Murano ist bis heute Zentrum der Glasmacherkunst. Zuerst, ab dem 16. Jh., entstanden Amalgamspiegel. In den USA wurde 1938 ein Spritzverfahren zur Spiegelbelegung entwickelt, was eine automatische Spiegelproduktion ermöglichte. Derzeit gibt es: Kristallspiegel (aus silberbeschichtetem Spiegelglas); Antikspiegel (künstliche Alterung der Silberauflage); farbige Spiegel aus durchgefärbtem Glas; Spionspiegel (eine Seite durchsichtig belegt), sowie spezielle Sicherheitsspiegel. |
||
|
Spiegelfurnier |
zwei Furnierblätter liegen übereinander, eins wird aufgeklappt. |
||
|
Spindler, Johann F. |
einer der bedeutendsten deutschen Ebenisten, gest. nach 1793 |
||
|
darin werden Schellackflocken aufgelöst, was dann die Politur ergibt. |
|
||
|
(franz.: a-troi-corps); in der Barockzeit entwickelter dreigeschossiger Schreibschrank mit vielen kleinen und großen Laden und der typischen Mitteltüre im Oberteil. |
|
||
|
Thonet, Michael |
(1796 - 1871); bekam 1840 die ersten Patente für Möbel aus gebogenem Holz. |
|
|
|
auch: Poudreuse, siehe: Friesiertisch |
|||
|
seit der Antike bekannt; praktisch durch das große Fassungsvermögen; transportabel. ("Aber wehe man sucht etwas darin, dann liegt es sicherlich ganz unten und ist total zerknittert.") |
|
||
|
Trumeau |
damit wird von uns ein Halbschrank mit zwei Laden und zwei Türen benannt. |
||
| Tunner, Joseph Ernst | (1792 - 1877); Historien- und Porträtmaler, Nazarener; Studierte an der Wiener Akademie; Anschluss an F. Overbeck und die Lukasbrüder; stellte seine Kunst ganz in den Dienst der katholischen Kirche, schuf mehrere Altarbilder für steirische Kirchen. | ||
|
Antiquitätentischlerei in der Steiermark, Österreich, seit 1950; Erzherzog Johann Medaille 2000, verliehen durch die WKO (Wirtschaftskammer Österreich) |
|
||
| Venezianergatter | |||
| Vertiko | Das Vertiko ist der eigenständigste Möbeltyp der Gründerzeit. Es besitzt zwei Türen, darüber eine Lade. Über der Platte thront ein variantenreicher Aufsatz. |
|
|
|
Voltaire |
Fauteuil, benannt nach dem Dichter; meist mit verstellbarer Lehne |
||
|
Volute |
spiralförmiges, wulstiges Ornament |
||
| Weichholzmöbel |
Weichholzmöbel sind, wie der Name sagt, aus weichen (=eher schnellwachsenden)
Hölzern, wie Fichte, Kiefer, Tanne, Lärche, Zirbe (=Nadelhölzer) gefertigt. Sie können, wie es früher üblich war, bemalt sein. Das war in damaliger Zeit eine billigere Variante zu furnierten Möbelstücken. Schon seit längerem geht man aber so vor, dass die bei ehemaligen Küchenmöbel übliche Bemalung abgebeizt wird (gelaugt). Danach wird, was nötig ist verleimt, sodann fein geschliffen, abschließend wird Wachs aufgetragen und mit der Bürste poliert. So sahen diese Stücke ursprünglich nie aus! Die Lackierung war zum Schutz für das Holz seinerzeit notwendig. Kunsthistoriker sprechen sich zwar für den Erhalt der originalen Oberfläche auch bei "Möbeln mit nußbaumimitierter Bemalung", etc. aus. Man muss allerdings abwägen, inwieweit der Zustand in Bezug auf den Wert des Stückes den doch höheren "konservierenden Restaurierungsaufwand" lohnt. Breiten Käuferschichten gefallen mittlerweile die gelaugten und gewachsten Möbel. Womit sich diese Art der Möbeloberfläche offensichtlich durchgesetzt hat. |
|
|
| Weizer Modellküche | ca. 1950; Von der Landesregierung der Steiermark entwickelt worden. Die damaligen kleinen Wohnungen führten zu dieser multifunktionalen Lösung auf wenig Platz. |
|
|
| . | |||
|
ca. seit Ende des 17. Jahrhunderts.Ursprung ist Frankfurt/Main, Krönungsstadt der deutschen Kaiser. |
|
||
|
Würfelmarketerie |
aus drei verschiedenfarbigen Holzarten zusammengesetztes Furniermuster, das wie ein Würfel neben dem anderen wirkt |
||
|
Wurzelmaser |
Furnier vom unteren Teil des Baumstammes |
||
|
Zahnschnittleiste |
würfelförmig gesägte Zierleiste. |
||
|
Zapfenband |
verdecktes Türband, typisch bei Biedermeiermöbel |
||
|
waagrechte Verbindung von Sessel- und Tischbeinen |
|||
|
Ziehklinge |
Werkzeug aus hartem Stahl, das mit beiden Händen geschoben oder gezogen wird; funktioniert wie ein sehr feiner Hobel. |
||
|
spöttische Bezeichnung des Louis-seize |
|||
| Zunft | Verband von Handwerkern; vom 12.Jh. bis etwa ins 19.Jh.; meist Zwangsmitgliedschaft; Zünfte dienten zur Wirtschafts- und Qualitätssicherung. | ||
|
Schreibmöbel, das mit einem Halb- oder Viertelzylinderdeckel die Schreibfläche schließt. |
|||
|
Diese Seite drucken |
nach oben |
|
|
|
|
|
|
| Home | Wir über uns | Chronik | Stilkunde | Zeitleiste | Lexikon | Schellack | Vorher/Nachher | Schädlinge | Pflege | Bücherliste | Feste | Literarisches | Erzherzog Johann Medaille | 25-Jahr-Jubiläum | Vasoldsberg | VIP-Links | Links | Gästebuch | Awards | Euro | AGB | Epilog | eMail | |
| Copyright Lexikon: Bernhard Valta, *2000-2007 | |